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Das Templer-Geheimnis der Gerechtigkeit

on 6. Juni 2015

Die Tempelritter haben nach ihren Kreuzzügen das Geheimnis über die Gerechtigkeit ergründet.

Wenn man das Leben betrachtet, begegnen uns viele Unterschiede bei den Mitmenschen: arm und reich, gesund und krank, glücklich und unglücklich, erfolgreich und nicht erfolgreich, groß und klein usw. Man fragt sich dann unwillkürlich, warum ist das so? Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Durch die Befassung mit den Geheimnissen der Tempelritter können wir heute eine tieferen Sinn über den Begriff der Gerechtigkeit erfahren.

Im Vorfeld könnten mögliche Antworten sein: Das ist Schicksal, Zufall, von Gott geschickt oder: das Böse ist schuld, die Politik ist schuld usw..

1. Bedeutung von Ungleichheit auf der ökonomischen Ebene
Ganz abgesehen davon, dass die oben genannten Unterscheidungsbegriffe sehr unterschiedlich definiert werden, haben sich Menschen unter dem Begriff „Soziale Gerechtigkeit“ vorgenommen, einen Ausgleich zwischen arm und reich anzustreben, d.h. die Armen reich und die Reichen ärmer zu machen.

Wo das hinführt, möchte ich mit einer kleinen Parabel verdeutlichen.

Die kleine rote Henne
Es war einmal eine kleine rote Henne, die auf dem Bauernhof scharrte, bis sie einige Weizenkörner fand. Sie rief ihre Nachbarn und sagte: „Wenn wir diesen Weizen pflanzen, werden wir Brot zu essen haben. Wer will mir helfen, ihn anzubauen?“
Ich nicht, sagte die Kuh.
Ich nicht, sagte die Ente.
Ich nicht, sagte das Schwein.
Ich nicht, sagte die Gans.
Dann werde ich es tun, sagte die kleine rote Henne. Und sie tat es.
Der Weizen wuchs hoch, reifte und trug goldene Körner. „Wer will mir helfen, den Weizen zu ernten?“, fragte die kleine rote Henne.
Ich nicht, sagte die Ente.
Dafür bin ich nicht zuständig, sagte das Schwein. Ich würde meinen Status verlieren, sagte die Kuh. Ich würde meine Arbeitslosenunterstützung verlieren, sagte die Gans. „Dann werde ich es tun“, sagte die kleine rote Henne, und sie tat es.
Schließlich kam die Zeit, da das Brot gebacken werden sollte. „Wer hilft mir beim Brotbacken?“ fragte die kleine rote Henne.
„Das hieße Überstunden für mich“, sagte die Kuh. „Ich würde meine Sozialhilfe verlieren“, sagte die Ente. “Ich habe zwei linke Hände und nie gelernt, wie man das macht“, sagte das Schwein. „Wenn ich die einzige sein soll, die hilft, dann ist das diskriminierend“, murrte die Gans. „Dann mache ich es“, sagte die kleine rote Henne. Sie buk 5 Laib Brot und hielt sie hoch, um sie den anderen zu zeigen.
Jetzt wollten alle etwas davon abhaben; sie forderten sogar lauthals ihren Teil. Aber die kleine rote Henne sagte: „Nein, ich kann die 5 Brote ebenso gut selbst essen“.
„Unmäßiger Profit“, brüllte daraufhin die Kuh. „Kapitalistischer Blutsauger“, schrie die Ente. „Gleiches Recht für alle“, forderte die Gans. Das Schwein grunzte nur. Und sie malten „Unfair“ auf Transparente, liefen um die kleine rote Henne herum und riefen Obszönitäten.
Als der Regierungsvertreter kam, sagte er zu der kleinen roten Henne: „Hör mal, du darfst nicht habgierig sein.“
„Aber ich habe mir doch das Brot selbst verdient“, erwiderte die kleine rote Henne. „Genau“, sagte der Regierungsvertreter. „Das ist das wunderbare System des freien Unternehmertums. Jeder auf dem Bauernhof kann soviel verdienen, wie er will. Aber unter unseren modernen Regierungsbestimmungen müssen die produktiv Tätigen ihr Produkt mit denen teilen, die nicht arbeiten.
Und sie lebten danach glücklich und zufrieden, auch die kleine rote Henne. Aber alle auf dem Hof wunderten sich, warum sie nie wieder Brot gebacken hat. (Manager-Magazin)

Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften von Hayek sagt, es gibt eine funktionale Notwendigkeit von sozialer Ungleichheit. Denn bestimmte Aufgaben erfordern eine spezielle Begabung und Ausbildung. Den Bedarf dafür kann man, v.a. wenn die Aufgabe besonders anstrengend ist, nur durch entsprechende Vergütung decken.
Er sagt sogar weiter, Ungleichheit sei höchst erfreulich. Denn allein die Entlohnung nach Leistung ergibt eine ständige Anpassung an sich laufend verändernde Umstände, durch die man allein über Angebot und Nachfrage informiert wird.
Da die Verteilung allein durch den Marktprozess geschieht, ist in einer marktwirtschaftlichen Ordnung mit freier Berufswahl der Begriff „Soziale Gerechtigkeit“ völlig sinnlos.

Hayek sagt: „Jede Abweichung vom alleinigen Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz (als Gerechtigkeitsprinzip) zerstört die Freiheit und damit die Voraussetzung für alle anderen Werte. Denn das politische Ziel „Soziale Gerechtigkeit“ führt zu immer mehr Unfreiheit und Kontrolle gegenüber Individuen. Das Ende dieser Entwicklung ist ein totalitäres System.“

2. Entstehung von Ungleichheit auf der persönlichen Ebene
Wer ist nun verantwortlich für meinen Jetzt-Zustand (gehen wir mal davon aus, der Jetzt-Zustand ist „arm“ oder „krank“)?
Ist es der liebe Gott?!, oder das Schicksal!?

Ist dies logisch, wenn ich viel geraucht habe und jetzt Krebs habe?
Ist dies logisch, wenn ich mich dazu entschieden habe, freitags um 16 Uhr Arbeitsschluss zu haben, um erst am Montag das Werkzeug wieder in die Hand zu nehmen?
Ist dies logisch, wenn ich mich für den momentanen Genuss entschieden habe und nicht bereit war, um eines größeren Zieles willen Verzicht zu üben?

Der Volksmund sagt dazu: „Jeder ist seines Glückes Schmied“, d.h. es gibt kein unverdientes Glück oder Unglück. Auch der Satz „Wie man sich bettet, so liegt man“ deutet auf diese Eigenverantwortlichkeit hin.
Die Erfolgspsychologie sagt das mit anderen Worten: „Jeder Gedanke, erst einmal produziert und formuliert, drängt unbedingt zur Verwirklichung“.

Goethe sagt, dass wir über unsere Gedanken die Schöpfer unseres Schicksals sind. Es gibt keinen anderen Verantwortlichen für mein Schicksal als mich selber, sagt er.

Dieser Satz ist so gnadenlos hart, dass die meisten Menschen sofort beginnen, ihn mit Gegenargumenten zu entkräften.

Die ganze Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, schaffen immer nur wenige. Aber nur wer bereit ist, diese Verantwortung für seine Lebenssituation ab sofort zu übernehmen, kann auch an seiner Situation etwas verändern, indem er – z.B. nach Goethe – ab sofort seine Gedanken kontrolliert. Denn wir können nur ernten, was wir säen. Dies bestätigt auch die Bibel, wenn sie sagt: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.“

Ein Einwand könnte sein, aber wie soll ich etwas für Naturkatastrophen können?
Aber auch diese zieht man an. Zu dieser Erkenntnis hat auch die Forschung beigetragen: 80% der Betriebsunfälle werden von 20% der Mitarbeiter verursacht.

Man kann nur mit etwas in Berührung kommen, zu dem man eine Resonanz hat. So wie in einem Raum viele Radiowellen sind, aber nur der Empfänger, der auf eine bestimmte Welle eingestellt ist, kann diese hörbar machen. An allen anderen Empfängern laufen diese Wellen vorbei.

Eine andere Aussage, die in dieselbe Richtung zielt, lautet: „Der Körper ist der Ausdruck der Seele“. Man spricht auch hier nicht umsonst von „Sorgenfalten“. Es sind die Sorgen, die ich mir mache. Hart formuliert, alle meine körperlichen Krankheiten sind entstanden in meiner Seele.

Seele hat etwas mit Gefühlen zu tun. Tatsache ist, dass Gedanken, die mit Gefühlen aufgeladen sind, eine viel stärkere Wirkung haben. Aber auch eingebildete Ängste oder Träume mit Todesangst wirken sich körperlich genauso aus wie reale Angstsituationen z.B. mit Angstschweiß usw.. Alle diese Ängste und alle Träume erzeugen das, was sie zum Inhalt haben.

3. Erklärung von Ungleichheit aus einer spirituellen Sichtweise
Als letztes Argument könnte nun kommen, „Ja, aber was kann ich dafür, dass ich seit meiner Geburt einen gesundheitlichen Defekt habe“.
Ein gläubiger Mensch würde darauf antworten, „Gottes Ratschluss ist unerforschlich“. Einem aufgeklärten Menschen ist diese Antwort zu einfach.
Ihm hilft dabei der seit Jahrtausenden vorhandene Reinkarnationsgedanke, dass alle diese Dinge, Erbkrankheiten, Talente, Begabungen „Ergebnisse des Denkens“ in früheren Leben sind. Sie sind das Ergebnis der in früheren Leben gelösten oder ungelösten Lebensaufgaben.

Wenn heute der Gerichtsvollzieher kommt, dann kann ich selbstverständlich schimpfen und sagen. „Ich habe doch gar nichts gemacht. Ich bin heute morgen aufgestanden, habe gut gefrühstückt und mich in die Sonne gelegt.“ Das ist richtig. Aber die Ursache habe ich eben nicht heute gelegt, sondern vor drei Monaten oder vor einem Jahr.
In diese Gedanken passt das Wort: „Gottes Mühlen mahlen langsam“. Natürlich sind es nicht Gottes Mühlen, sondern einfach meine Ursachensetzung, deren Wirkung ich jetzt erleben muss. Körperliche Nachteile, geistige und intellektuelle Nachteile sind so meine Lebensaufgaben in diesem Leben, d.h. die Herausforderung, mir deswegen Gedanken zu machen und dann meine Gedanken zu ändern. Aufgaben, Probleme, Nachteile sind nicht etwas Schlimmes, sondern nur Lernaufgaben für die Seele. Eine Konsequenz wäre deswegen, wir müssen die Menschen beneiden, die eine schwere Aufgabe haben. Denn sie entwickeln sich dadurch viel schneller.

Konkret heißt das, wenn es einen Gott gibt, dann hat er uns die totale Freiheit gegeben, aus uns das zu machen, was wir wollen. Er hat mit dem, was wir heute sind, nichts zu tun. Er ist dafür nicht verantwortlich.

Damit ist klar geworden, jeder ist Schöpfer seiner Situation, jeder ist Schöpfer seines Schicksals, niemand anderer kann dafür verantwortlich gemacht werden.

Auf dem Hintergrund dieser Allmacht, die auf der materiellen Ebene zur Verwirklichung Zeit braucht, ist es leicht nachvollziehbar, wenn wir als Götter (vgl. Joh 10,34) bezeichnet werden.

4. Die Nächstenliebe neu gesehen
Die letzte Frage, die sich in diesem Zusammenhang auftut, lautet, darf man also niemandem helfen, wo bleibt die geforderte Nächstenliebe?
Das ist eine wirklich schwierige Frage. Ich möchte dazu eine Antwort formulieren.

Wenn ich dem anderen helfe, erhebe ich mich letztlich über ihn: „Ich bin weiter als er, ich bin besser. Ich habe die Lösung.“ Ich traue ihm nicht zu, dass auch er in der Lage ist, seine schöpferischen Kräfte so einzusetzen, dass er aus seiner angeblichen Not selber herauskommt. (Not ist ja auch immer eine Frage der Definition.) Ich nehme ihn als Gott nicht ernst. Durch meine Hilfe mache ich ihn unmündig und zerstöre damit sein Selbstbewusstsein.

Durch mein Helfen wird er sogar abhängig gemacht. Seine daraus resultierende Bequemlichkeit verhindert, dass er sich selber hilft. Und die Hilfsorganisationen sorgen ja schon von Berufs wegen dafür, dass das so bleibt, sonst würden sie ja ihre eigene Existenzberechtigung in Frage stellen.
Am Ende entscheidet sich der Hilfsbedürftige dafür, hilfsbedürftig zu sein. Aber auch das ist das Ergebnis seiner Schöpferkraft. Er entscheidet sich (natürlich mehr oder weniger bewusst).
Die Frage ist also, ob wir ihm mit unserer Hilfe wirklich etwas Gutes tun?, ob das wirklich menschenwürdig ist, ihn in dieser Rolle der Hilfsbedürftigkeit zu unterstützen?

Wenn mich jemand um Hilfe bittet, darf ich nicht in die Retter-Opfer-Rolle verfallen. Die einzige Hilfe, die für mich sinnvoll erscheint, ist die Subsidiarität, d.h. die Hilfe zur Selbsthilfe und die Vermittlung von Wissen, von Wissen nämlich, dass er ein Gott ist, dass er selber in der Lage ist, sein Leben zu gestalten, wie er es möchte.

Damit ist Nächstenliebe nicht das, was meistens darunter verstanden wird, sondern Nächstenliebe ist, wenn ich ihm seine Göttlichkeit bewusst mache, ihm seine Schöpferkraft bewusst mache und ich ihm vertraue, es ihm zutraue, dass er in der Lage ist, seinen Weg zu gehen, wenn es auch nicht meiner ist. Ich gebe ihm seine Würde wieder zurück. Er ist nicht mehr das Objekt meiner Großzügigkeit. (Vielleicht will ich ja durch mein Almosengeben nur meine eigene Angst vor Armut und Krankheit überwinden.) So nehme ich ihn jedoch ernst mit seiner Entscheidung für seine Situation – und kann ihn dann loslassen. Einen Obdachlosen, eine Nutte und all die anderen, die wir bisher abgewertet haben, können wir dann in Augenhöhe anschauen. Ist das nicht letztlich die Nächstenliebe, um die es geht??

Damit habe ich ihm darüber hinaus nicht einen Fisch gegeben, sondern ich habe ihn wieder das Fischen gelehrt.

Diese Einstellung befreit auch uns als Mitmenschen unglaublich, weil wir eben nicht für alles auf der Welt verantwortlich sind. Diese resultierende Gelassenheit verhindert auch, dass wir in Weltverbesserungsaktivitäten abgleiten mit all den Folgen, wie wir sie in der Geschichte sehen können.

Natürlich ist diese Nächstenliebe viel anstrengender als das Almosengeben. Aber ist nicht diese Art der Nächstenliebe letztlich viel angemessener und zwangfreier?

PS 1: Das Gegenteil von dem, was hier gesagt wurde, kann ebenfalls richtig sein.

PS 2: Ist also die finanzielle Hilfe in einer Notlage nicht mehr möglich?
Warum sagen manche, „Ich will nichts geschenkt“? Instinktiv fühlen diese Menschen, dass neben dem Nehmen auch ein Geben sein muss. Es ist die Frage der Gerechtigkeit oder des Ausgleichs. Finanzielle Hilfe sollte in diesem Sinne mit einem Vertrag verbunden sein, der die Rückzahlung der Gelder nach den Möglichkeiten des Empfängers vorsieht. Daraus entwickelt sich die Frage, was braucht der Emfänger wirklich! Denn er soll es ja auch wieder ausgleichen. So wird immer der Empfänger mit ins Boot geholt und der Wert der Hilfe wird von ihm ganz anders wahrgenommen.
Der Empfänger kann sich dabei aufrecht in die Augen schauen. Er lernt das Nehmen und er gleicht wieder aus. So stimmt die Energiebilanz. Er muss sich nicht schuldig bzw. klein fühlen.
Ein Nebeneffekt ist, der Topf, aus dem die Notlagen finanziert werden, wird nie leer.

 

Die Tempelritter haben bei den Kreuzzügen und in ihrer Auseinandersetzung mit dem Morgenland tiefgreifende Erkenntnisse über die Gerechtigkeit erlangt, die in eine rational begründbaren Mystik einflossen.
Diese neue Templer-Ethik ist der Keim, aus welchem sich die 13 Templer Geheimnisse entwickelt haben. Der Templer-Orden lädt sie dazu ein, sich mit diesen Geheimnissen zu befassen. Gerne können Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

Der Templer-Orden

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