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Wie die Templer das Leid der Welt besiegen

on 16. April 2018

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Templer-Interessenten und Beobachter,

„das Ego und das Selbst“ ist deswegen ein herausforderndes Thema, weil es kaum einer in seinen Konsequenzen versteht.

Und doch ist das Verständnis des Themas die Voraussetzung jeder persönlichen Entwicklung, zumindest jeder bewussten persönlichen Entwicklung.

Natürlich gibt es auch eine Entwicklung über „Versuch und Irrtum“. Diesen Weg gehen die meisten Menschen. Dieser Weg ist mit viel Leiden verbunden.

Wie geht das Lernen ohne Leiden?

Das Lernen des bewussten Menschen geht über das Loslassen: „Nicht mein Wille geschehe, sondern der deine“,
und über die immer wieder neu zu stellende Frage, warum geschieht gerade mir, gerade jetzt, gerade dies?

Das Leiden des unbewussten Menschen liegt darin begründet, dass sein EGO sich über das Selbst erhebt und sagt, „ich weiß besser, was mir gut tut“.

Dass das nicht funktionieren kann, kann man am Beispiel Schule schön zeigen. Wenn ein Schüler seine Lektion nicht lernt, weil er sich dem Spaßhaben hingibt, bekommt er Ärger von Seiten der Lehrer, evtl. der Eltern, am Ende muss er die Klasse wiederholen.

Welches Verhältnis besteht nun zwischen dem EGO und dem SELBST?

Das Selbst steht an Stelle von Gott. Gott und das SELBST sind identisch.

Wie entsteht nun das ICH? Am Anfang war nur das SELBST da. Eines Tages geht das ICH hin und setzt innerhalb des SELBST um sich herum eine Grenze und sagt. Das bin ICH:

Das Ganze geschah mit dem „Essen des Apfels vom Baum der Erkenntnis“ um der Erkenntnis willen. Das ist der sog. Sündenfall. Damit ist die Polarität entstanden: ICH und NICHT-ICH.

Die Grenze Ich und Nicht-ich ist rein willkürlich, sie gibt es nicht in Wirklichkeit.

Nach einer gewissen Zeit spürt das Ich die Trennung als Defizit: „Ich bin nicht ganz; ich bin nur halb“, und versucht, diese Trennung zu überwinden. In der Sexualität, im Einssein erlebt der Mensch, erlebt er eine Ahnung von dem, was Ganzheit bedeutet.

Die Überwindung der Trennung auf Dauer kann nur geschehen, indem das Ich immer größer wird, indem es immer mehr von dem, was außerhalb von ihm ist, integriert.

Je mehr es integriert, umso freier wird es, umso weniger Angst hat es, – weil nur das Fremde, Unbekannte Angst macht -, umso glücklicher wird es. Also ein Mensch mit viel Angst hat noch wenig integriert und muss viel leiden.

Wie weiß man, was man integrieren soll? Und wie integriert man?

Es ist so einfach und doch nicht leicht: Alles, was Sie in der Umwelt stört, integrieren Sie es, d.h. Umarmen Sie es, lieben Sie es und Sie müssen immer weniger leiden.

Oder anders ausgedrückt, heil ist der Mensch erst, wenn er all das verdrängte Material, alles NICHT-ICH aus seinem Schatten wieder zurück ans Licht der Bewusstheit geholt und sich mit ihm ausgesöhnt hat.

Selbsterkenntnis ist die Aufforderung durch die Hölle zu gehen. Denn solange ich nicht die Hölle, d.h. den Schatten durchwandert habe, die dunklen Bereiche, die unbewussten Bereiche des eigenen Seins, solange kann ich nicht das Selbst finden.

Bei der Grenzziehung haben wir etwas verloren. Und dieses Verlorene, das zum Gegenüber wurde, das uns entgegen kommt, müssen wir zurückerobern, müssen wir in uns integrieren, das meint Selbsterkenntnis. Das ist das Erkennen, dass das SELBST eins ist mit allem, was ist.

Schicksalsschläge und Krankheit sind fast immer nur der passive Aspekt eines nicht freiwillig wahrgenommenen Lernprozesses.

Somit wird auch der Sinn von Leid sichtbar. Leid sorgt dafür, dass der Mensch sich nicht für immer in Irrwegen verläuft. Leid verhindert den Stillstand. Leid führt zurück zum Lernen. Denn wer will schon immer leiden?

Aber um ganz frei zu werden, um wirklich ganz zu werden, muss eines Tages die Grenze eben wieder weg. Das EGO muss sterben. Erst dann ist die Einheit wieder erreicht.

Und genau da fängt dann das EGO an, den Weg in die Einheit in Frage zu stellen.

Denn das EGO spürt, der Weg der Einweihung, der Weg der Ganzwerdung ist das Selbstmordprogramm des EGO.

Jeder merkt es, wie schwer es ihm fällt, mit dem anderen in Harmonie zu gehen, sich einzuordnen. Das EGO meldet sich: „Nein, ich weiß es besser“ usw. Kaum einer will auf sein EGO verzichten.

Aber so kann es zu keiner Heilung, zu keiner Ganzwerdung kommen.

Sich von der Polarität lösen, heißt, das zu überwinden, was die Polarität zementiert, nämlich das EGO, nämlich das ICH

Dieser Text soll Ihnen eine kleine Ahnung vermitteln, was Spiritualität sich von Ihnen wünscht. Spüren Sie einfach dem Inhalt nach und überlegen Sie sich, ob es wahr sein könnte.

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Gott zum Gruße

Der Templer-Orden

 

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