Der Templer-Orden

Über den Orden der Tempelritter, dessen voller Name ``Arme Ritterschaft Christi zum Salomonischen Tempel`` lautet, kann an vielen Stellen im Internet nachgelesen werden. Der Templer-Orden bewahrt die Spiritualität der Tempelritter weiter fort und führt deren Mystik in eine neue Ethik. Unsere Brüder und Schwestern sind Ordensmitglieder eines spirituellen Ritterordens und treten mindestens viermal während des Jahres zum Ordenskapitel zusammen. Im Unterschied zu kirchlichen Ordensgemeinschaften, wirken seine Schwestern und Brüder in der Welt und nicht im Kloster. Sie durchschreiten während eines 3-jährigen Noviziat einen Einweihungsweg in die mythologischen Geheimnisse, welche jeder Religion zugrunde liegen.

Templer Siegel

Nach der Ordensgründung im Jahre 1118 verbreitete sich die Nachricht in Europa. Das Charisma der Tempelritter stieg daraufhin an. Die Kirche anerkannte die Ideale der Templer und ihr Armutsgelübde. Dieses Armutsgelübde spiegelt sich auch im Siegel der Tempelritter wider, zwei gerüstete Ritter auf einem Pferd. Diesem Selbstverständnis der Tempelritter entspricht ihr Leben in Demut und eigener Armut. Das Templer-Siegel unterstreicht die Brüderlichkeit und unsere Gemeinschaft im Orden.

Das Templerkreuz

Das Wappen des Templer-Ordens ist die schwarz-weiße Fahne, auf welcher das rote Templer-Kreuz auf der Trennlinie zwischen schwarz und weiß steht. Der Punkt im Zentrum des Kreuzes symbolisiert die Einheit. Für die Tempelritter ist es das Ziel des Seins, sich aus der Polarität hin zu entwickeln in die Richtung der Einheit - sich hin zu konzentrieren auf den Punkt im Zentrum unseres roten Templer-Kreuzes.

Internationale Macht

Durch die militärischen Konflikte im Heiligen Land, verbunden mit ihrer tiefen Spiritualität als Mönche sowie durch die Befassung mit den Mysterienschulen des Islam und dem Judentum erreichten die Templer aus diesen Polaritäten ihre ganz eigene Spiritualität. Die Erkenntnisse daraus ermöglichten den Tempelrittern nach der Beendigung der Kreuzzüge einen fulminanten wirtschaftlichen Aufstieg. Sie wurden zu einer einflussreichen internationalen Macht. Ihre Sichtweise und die Kenntnis der geistigen Gesetze sorgt dafür, dass sie sogar zu den Hashshashin - ihrem islamischen Gegenstück in Sachen ``Militär-Orden`` - respektvolle Beziehungen unterhalten.

Die Aktivitäten der Tempelritter

Die Aktivitäten der Tempelritter umfassten nicht nur den Militärdienst, die Kontemplation und die Diplomatie. Aufgrund eines Privilegs waren sie damals die einzigen Christen, welche Geld gegen Zinsen verleihen durften, was normalerweise im Mittelalter nur den Juden überlassen war. Die Templer verleihen hohe Geldsummen an verarmte Monarchen und wurden so die Bankiers sämtlicher europäischer Königshäuser, sogar einiger muslimischer Potentaten. Ihre Ordensniederlassungen in ganz Europa und im Nahen Osten nehmen gegen eine geringe Gebühr Geldüberweisungen für Kaufleute vor. Durch die Anwendung der Templergeheimnisse und dem daraus hervorgegangenen Geschäftssinn werden die Tempelritter zu wichtigen Geldwechslern ihrer Epoche und das Pariser Ordenshaus entwickelt sich zum Zentrum des europäischen Finanzwesens. Wechselbrief und Scheck wurden von den Templern erfunden; sie übernahmen Kontoführung und Anlageberatung für Herrscher und Handelshäuser. Innovationen wie die Erfindung der Dreifelderwirtschaft, der Kathetralenbau oder die Flurbereinigung entsprangen der Schöpferkraft der Templerspiritualität.

Weitere Tätigkeitsgebiete

Auch auf den Gebiet der Kartographie, dem Straßenbau, der Schifffahrt und der Medizin haben die Tempelritter für viele Innovationen gesorgt und so dem Fortschritt der Menschheit gedient. Mit ihrer intensiven Diplomatie zum Islam und zum Judentum förderten sie die Kulturvielfalt und die Toleranz. Im Mittelalter war dies keine Selbstverständlichkeit. Die konsequente Anwendung der spirituellen Geheimnisse machten die Tempelritter in Europa zu einer charismatischen Institution, die an Macht und Reichtum ihres gleichen suchte. Dabei blieb damals offenbar auch die Demut zurück - der Hochmut kam vor dem Fall. Mit dem Verlust der letzten Festung Akkon im Mai 1291 geht die christliche Ära des Heiligen Landes zu Ende.

Die Gründung des Deutschen Ordens durch die Tempelritter

Gegen Ende des zwölften Jahrhunderts hatten die Tempelritter bei der Gründung des Deutschen Ordens, einem anderen geistlichen Ritterordens, Pate gestanden. Der Deutsche Orden hatte sich nur mäßig an den Unternehmungen im Nahen Osten beteiligt und um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts seine ganze Aufmerksamkeit auf die nordöstlichen Grenzen der christlichen Welt gerichtet. Dort schuf er sich ein unabhängiges Fürstentum, den Deutschorden-Staat, der sich über fast das gesamte östliche Baltikum erstreckte. In diesem Gebiet übten die Deutschherrenritter ihre Herrschaft aus.

Templer Verfolgung

Zunehmend unterschieden sich die Tempel-Ritter von den Deutschherren-Rittern. Zu sehr haben sich die Tempelritter auf Grund ihrer Kontakte zum islamischen und jüdischen Kulturkreis liberalisiert und weiteres mystisches und spirituelles Gedankengut in sich aufgenommen. So wurde die eigene Spiritualität der Templer begründet, welche der damaligen Kirche zunehmend als fremd erschien. Die kulturelle Toleranz der Tempelritter, ihre intellektuelle Neugierde und ihre Aufgeschlossenheit dem Unbekannten gegenüber, lassen die Tempelritter Positionen einnehmen, welche damals die römische Kurie nicht billigte. Anfang des 14. Jahrhunderts wird dem Templerorden ein spektakulärer Prozess gemacht. Der Vorwurf lautete auf Häresie (Ketzerei, Abwenden von der reinen kirchlichen Lehre). Hohe Tempelritter gestehen unter Folter im Sinne der Anklage: Abkehr von Jesus Christus, Gewinnsucht, Geiz, Sodomie, Homosexualität.

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Die Templer Hinrichtung

Nach einem reinen Schauprozess lässt der König von Frankreich - dem das Vermögen der Templer ein Dorn im Auge ist - 1314 den letzten offiziellen Großmeisters des Ordens, Jacques de Molay, zusammen mit zwei seiner Anhänger bei lebendigem Leib verbrennen. Das Ordens-Vermögen des Templer-Ordens wird konfisziert. Heutige Forschungen zeigen auf, dass in den Tempelrittern hintergangene Opfer zu sehen waren. Die Templer werden heute gesehen als die mystischen Wahrer eines die Grenzen des Christentums überschreitenden Geheimwissens. Da die Templer auch heute strenge Geheimhaltung pflegen, wird dieses Wissen ausschließlich in dafür vorgesehenen Einweihungs-Schritten weitergegeben. Denn nur nach einer intensiven Befassung mit dem einzelnen Wissen, erschließt sich die Erkenntnis für den lernenden Templer-Novizen.

Bedeutung der Tempelritter in der Geschichte

Unbestritten ist sowohl der begeisternde Heldenmut der Tempelritter, ihre Energiekonzentration und ihre Innovationskraft. Der Templer-Orden ist eine faszinierende und rätselhafte Institution der westlichen Welt. In seiner Glanzzeit war der Templer-Orden - mit Ausnahme des Papsttums - die mächtigste und einflussreichste Organisation des gesamten Christentums. Der Vatikan veröffentlichte am 10. Oktober 2007 eine Richtigstellung in welcher mitgeteilt wurde, dass dem Templer-Orden jahrhundertelang Unrecht angetan wurde. Im vatikanischen Geheimarchiv wurde von der italienischen Wissenschaftlerin Barbara Frale ein lange verschollenes Dokument ermittelt, welches erstmals belegt, dass Papst Clemens V. den Würdenträgern des Templer-Ordens bereits 1312 die Absolution erteilt hatte. Zur Erinnerung: Jacques de Molay, der letzte Großmeister des Ordens, wurde 1314 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Am 25. Oktober 2007 wird das Dokument zusammen mit einer Reproduktion der Prozessakten erstmal in dem Buch ``Processus contra Templarios`` veröffentlicht.

Der Templer-Orden ist heute ein rein mystisch-spiritueller Ritterorden, der seine geisteswissenschaftlichen Geheimnisse der Tempelritter seinen heutigen Brüdern und Schwestern durch Einweihung vermittelt.

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